SANIERUNGSERFOLGE

Zionskirche Fenster (Foto: Michael Scheibel)

(Foto: Michael Scheibel)

Überblick

Von den Anfängen bis heute

Obwohl bereits nach der Wende mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Landesdenkmalamt Berlin, dem Förderverein Zionskirche sowie mit kirchlichen Geldern der Turm und das Dach saniert und die Birken auf den Pfeilern beseitigt wurden, war die Kirche immer noch feucht. Der Putz blätterte ab, es gab keine Heizung und die Kanzel, die großen Chorfenster und der Altar mussten dringend saniert werden.

Nach zweijähriger konzeptioneller Vorarbeit, vielen Gesprächen und immer neuen Finanzierungsplänen, begannen im Herbst 2009 die Bauarbeiten für die Innensanierung der Zionskirche. Diese Bauarbeiten waren mit vielen Hoffnungen, aber auch einigen Ängsten verbunden. „Wird die Kirche jetzt kaputt saniert?“, fragten viele. Nein! Die Kirche sollte ihren besonderen Charme, der durch die Spuren der Zeit gewachsen ist, behalten. Keine Trennwände verkleinern den eindrucksvollen Raum. Die Baukosten lagen bei insgesamt etwa 3,5 Millionen €. Ein Teil dieser Summe wurde durch Spenden finanziert.

Im ersten Bauabschnitt fand die Trockenlegung der Kirche und vorbereitende Arbeiten für den Einbau einer Heizung statt. Die Gesamtkosten dieses Bauabschnitts beliefen sich auf 350.000 €, wovon 17.726 € aus Spenden finanziert wurde.

Im zweiten Bauabschnitt wurden die großformatigen Buntglasfenster saniert sowie eine Heizung und Toiletten eingebaut. Hierfür kamen 16.614,59 € an Spenden zusammen.

Die Kanzel konnte mit Hilfe von Spendengeldern saniert werden und in den Eingangsbereich wurde ein Tresen eingebaut. Auch die beiden Sakristeien erhielten eine Heizung und ein Wasseranschluss. Im Chorraum wurden die alten Wandmalereien freigelegt und gesichert.

Eingerüstete Zionskirche

(© Zionsarchiv)


Erster Bauabschnitt

Das Wichtigste am Anfang: Zion brauchte trockene Füße

Im ersten Bauabschnitt wurde die Feuchtigkeit, die die Kirche schädigte und im Winter für eine unerträgliche klamme Kälte sorgte, den Wänden und dem Fußboden entzogen. Dafür wurden im Außenbereich die Fundamente freigelegt und nach der Trocknung im März/April 2012 gegen das Eindringen von neuer Feuchtigkeit abgedichtet. Im Innenraum wurde der schadhafte Putz abgeschlagen. Dieser wird nach der Trocknung durch den endgültigen Putz ersetzt. Mittels elektrischer Lüftungsgeräte, die zugleich die erste Ausbaustufe der kommenden Heizung bilden, wurde die Trocknung beschleunigt.

Trockenlegung der Zionskirche im Außenbereich

Trockenlegung (© Zionsarchiv)


Zweiter Bauabschnitt

Zion braucht den Durchblick, Toiletten und mehr Wärme

Die insgesamt 16 großformatigen Hauptfenster der Zionskirche wurden 1952 durch die „Glaswerkstätten Beier“ aus Dresden hergestellt. Ziel war der Erhalt und die Restaurierung der bestehenden Fenster. Im zweiten Bauabschnitt wurden die fünf bleiverglasten Fenster in der Apsis Instand gesetzt. Dafür wurden die Verglasungsfelder ausgebaut und gereinigt und beschädigte Gläser ersetzt. Die Felder wurden neu verbleit und mit neuen Windeisen versehen sowie die Quereisen entrostet und neu versiegelt. Außenseitig wurde eine neue Schutzverdrahtung angebracht und innenseitig eine Kondenswasserrinne ergänzt. Dort, wo das Maßwerk beschädigt war, mussten spezielle Terrakottenformsteine gegossen und eingesetzt werden.

Das Heizungskonzept sah keine Beheizung, sondern lediglich eine Temperierung der Zionskirche vor. Ziel ist es, die Kirche im Winter frostfrei zu halten und damit der verstärkten Kondenswasserbildung im Winter vorzubeugen. Die Temperatur in der Kirche wird dabei auf etwa 5° Celsius gehalten und kann bei Veranstaltungen auf max. 12° Celsius erwärmt werden. Mittlerweile ist im Keller eine moderne, energieeffiziente Heizung eingebaut worden. Heizkörper auf den Emporen unter den großen Fenstern wurden zur Vermeidung von Kälteabfällen installiert.

Die intensive Nutzung der Zionskirche als Veranstaltungsort für Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen und sonstige kulturelle Veranstaltungen machte den Einbau von WC-Anlagen für den Publikumsverkehr jenseits der gottesdienstlichen Nutzung erforderlich. Moderne WC-Anlagen mit Wickelraum befinden sich nun im Turmkeller.

Sanierung der Fenster

Sanierung der Fenster (© Zionsarchiv)


Sanierung von Kanzel und Chorraum

Zion bekommt einen restaurierten Altarraum

Die Kanzel konnte mit Hilfe von Spendengeldern saniert werden und in den Eingangsbereich wurde ein Tresen eingebaut. Auch die beiden Sakristeien erhielten eine Heizung und ein Wasseranschluss. Im Chorraum wurden die alten Wandmalereien freigelegt und gesichert.

Sanierung der Kanzel

Kanzeltreppe (© Zionsarchiv)


Bilder von der Baustelle

      (Fotos: Zionsarchiv)