Matthias Motter wird Pfarrer an der Zionskirche

Pfarrer Matthias MotterAm 1. September bekommt die Ev. Kirchengemeinde am Weinberg einen neuen Pfarrer: Matthias Motter wechselt von der Hoffnungskirche in Pankow zur Zionskirche. Zum Neubeginn am Weinberg führte Michael Reinke ein Gespräch mit Pfarrer Matthias Motter, das im Kirchenfenster August/September 2017 abgedruckt ist und an dieser Stelle wiedergegeben wird. (Foto: Matthias Motter, fotografiert von Josepha Motter)

Wahrscheinlich stecken Sie und Ihre Familie schon in den Umzugswirren. Gibt’s denn auch Zeit für einen Urlaub?

In der Tat bauen wir gerade eine Menge Türme aus Umzugskartons in der alten Wohnung und Anfang August sollen diese in die Pfarrwohnung in der Griebenowstraße versetzt werden. Aber bevor es dann im September mit meinem Dienst an der Zionskirche losgeht, nehmen wir uns auf jeden Fall Zeit für ein paar Tage Urlaub und lassen die Kartons Kartons sein.

Welche Stationen Ihres Weges führten Sie hierher?

Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Tischler bin ich im Jahr 1995 nach Berlin gekommen und habe mein Theologiestudium begonnen. Die anschließende praktische Ausbildungsphase – das so genannte Vikariat – habe ich in Berlin, Brandenburg (Havel) und in Paris absolviert. Meine ersten Jahre als Pfarrer war ich dann in Minden in Westfalen tätig, ehe ich im Jahr 2009 wieder nach Berlin zurückkam und Pfarrer an der Hoffnungskirche in Pankow wurde, wo ich bis zu meinem Wechsel jetzt in die Kirchengemeinde am Weinberg tätig war.

Was bringen Sie aus Ihrer bisherigen Pfarrzeit mit in unsere Gemeinde?

Ich bringe meine Freude an diesem wunderbaren Beruf des Pfarrers mit. Ich habe es immer wieder als Geschenk empfunden, im Vertrauen auf Gott so viele besondere Momente mit ganz unterschiedlichen Menschen teilen zu können und Menschen in schweren und schönen Situationen des Lebens begleiten zu dürfen. Und so bringe ich aus inzwischen zehn Jahren im Pfarrdienst neben viel Freude auch meine Erfahrungen mit in die Kirchengemeinde am Weinberg.

Worauf freuen Sie sich denn hier oben auf dem Zions-Gipfel des Weinbergs?

So viele offene, nette und ideenvolle Menschen habe ich in der Vorbereitung auf meinen Dienst in der Kirchengemeinde am Weinberg kennengelernt, dass ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den vielen, die hier mitdenken und mitmachen, freue. Ich bin froh, an einer Kirche tätig sein zu dürfen, die in vielerlei Sinn nicht fertig ist und auch nicht fertig sein will. Da können wir lebendig in Bewegung bleiben! Ich freue mich auch einfach auf die Begegnungen mit den Menschen, die hier leben oder vorbeikommen.

Der Titel unseres Heftes (Kirchenfenster August/September 2017) ist „Fleißig wie die Bienen“. Wie steht es denn um Ihren Fleiß?

Fleiß sollte kein Selbstzweck sein. Aber die Bienen zeigen uns, dass man mit Fleiß gemeinsam manches Gute erreichen kann. In diesem Sinne bin ich auch gerne fleißig. Aber am liebsten in Verbindung mit dem Sommer-Motto: Nach dem Fleiß ein Eis.