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Nazis in der DDR: Der Fall Zionskirche

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

18 Uhr: Dokumentation „Nazis in der DDR: Der Fall Zionskirche“, auf der Empore unter dem Blauen Fenster.

Um 20 Uhr beginnt eine Diskussionsrunde mit Mitgliedern der Band „Element of Crime“, Organisatoren des damaligen Konzertes und Vertretern der Zionskirchgemeinde.

Zum Abschluss des Abends wird „Geigerzähler“ ein unplugged Konzert geben.

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Am 17. Oktober 1987 fand in der, damals weitgehend ungenutzten, Zionskirche ein Punkkonzert mit der Ostberliner Band „Die Firma“ und der Westberliner Band „Element of Crime“ statt. Organisiert wurde es von einigen Leuten aus dem Kreis der Umweltbibliothek (ansässig im alten Gemeindehaus der Zionskirche) und der KvU (Kirche von Unten – damals noch obdachlos, später Villa Elisabeth). Überregionale Bekanntheit erlangte es allerdings durch einen Überfall von Neonazis auf die Besucher gegen Ende des Konzertes. Da es damals schon gute Kontakte nach Westberlin gab, wurde in den dortigen Medien darüber berichtet und die DDR konnte das Ereignis nicht mehr stillschweigend übergehen. Zum ersten Mal musste die DDR zugeben, eine neonazistische Subkultur zu haben. Zur Erinnerung an dieses Ereignis und zur Bewusstmachung, dass das Problem Neonazis (wieder) sehr aktuell ist, haben sich die KvU und der Schokoladen Mitte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zionskirche entschlossen, diese Veranstaltung zu organisieren. An 2 Tagen (13./14.10.) werden Dokumentationen, Diskussionen und musikalische Beiträge das Thema aufgreifen.

Datum

13. Oktober

Uhrzeit

18:00 - 23:30

Veranstaltungsort

Zionskirche Berlin
Zionskirchplatz
10119 Berlin, Deutschland